Man muss auch mal loben.

Fällt schwer, ich weiß. Gerade im Internet. Da wird ja normalerweise nur geschrieben, wenn etwas brennt, stinkt oder ein Kundenservice antwortet wie ein Drucker mit Burnout.

Aber hier: Movie Park Kundenservice top.

Wir waren im Movie Park und haben dort einen dieser selbst befüllten Bären gemacht. Also dieses klassische Freizeitpark-Ding: Kind glücklich, Eltern zahlen, Plüschtier bekommt eine kleine Seele, alle gehen kurz mit weichem Herzen und leichterem Geldbeutel weiter.

Zwei Tage später: Bär kaputt.

Natürlich.

Weil Souvenirs offenbar auch nach dem Prinzip arbeiten: maximale Emotion, minimale Haltbarkeit.

Erst denkt man: Toll. Lange Anfahrt, Parkbesuch vorbei, Kind enttäuscht, Bär im Eimer. Genau diese Art von Nachfreude, die man sich wünscht.

Also Kundenservice angeschrieben.

Und jetzt kommt der seltene Teil: Es wurde nicht kompliziert.

Kein Formular-Ballett. Kein „Bitte kommen Sie mit dem defekten Bären persönlich zwischen 10:13 und 10:17 Uhr an Schalter 4 vorbei“. Kein „Haben Sie noch die Originalverpackung, drei Zeugen und eine eidesstattliche Erklärung des Bären?“

Stattdessen: verstanden, geregelt, Ersatz geschickt.

Weil wir eine lange Anfahrt haben.

So einfach kann Kundenservice sein, wenn man ihn nicht vorher durch sieben Abteilungen, drei Textbausteine und einen Empathie-Schredder jagt.

Und genau das bleibt hängen.

Nicht, dass der Bär kaputt war. Dinge gehen kaputt. Nervt, passiert, Plüschtiere sind auch nur Menschen mit Füllwatte.

Hängen bleibt, wie damit umgegangen wurde.

Ein guter Kundenservice macht aus einem Ärgernis keine Doktorarbeit. Er löst das Problem. Möglichst freundlich. Möglichst unkompliziert. Und im besten Fall so, dass man danach nicht genervter ist als vorher.

Hat der Movie Park hier geschafft.

Der Bär wurde ersetzt.

Das Kind ist wieder glücklich.

Und ich sitze hier und schreibe tatsächlich etwas Nettes über Kundenservice.

Seltsame Zeiten.

Aber verdient ist verdient.