Spritpreise in Deutschland sind längst kein Markt mehr, sondern ein Schauspiel aus kalkulierter Abzocke. Rauf, runter, rauf, runter - und natürlich besonders gern dann, wenn alle fahren müssen: Wochenende, Feiertage, Ferienbeginn, Rückreisetag. Immer derselbe Mist, immer dieselbe Nummer.
Und dazu dieses endlose BlaBla. Dann heißt es wieder Rohöl hier, Weltmarkt da, Lage sowieso schwierig, alles ganz komplex. Komischerweise ist es aber fast immer genau dann besonders „komplex“, wenn die Leute nicht anders können, als zu tanken. Das soll mir keiner mehr als neutralen Zufall verkaufen.
Das Nervige ist ja nicht mal nur der Preis. Es ist diese Dreistigkeit, mit der das ganze System funktioniert. Alle wissen, dass es Abzocke ist, alle regen sich auf, und am Ende stehst du trotzdem an der Zapfsäule und zahlst. Weil du musst. Genau darauf baut das Ganze ja.
Tanken ist in Deutschland kein normaler Vorgang mehr, sondern ein kleines Erpressungsritual: Du brauchst Sprit, also zahlst du. Und wenn du dich beschwerst, kommt garantiert irgendein Experte aus dem Gebüsch und erklärt dir, warum das alles leider, leider alternativlos ist. Klar. Und ich bin die Tanknadel persönlich.
E-Mobilität? Gern. Sobald jemand den Preisunterschied zwischen guter Absicht und echter Anschaffung übernimmt. Bis dahin ist „fahr doch elektrisch“ für viele einfach nur teures Gelaber.